Hallenradsportweltmeisterschaften 2006 in Chemnitz
Bericht vom: 28.11.2006 von Mathias Oberer

Donnerstag, 23. November 2006, 16:30 Uhr.
Abfahrt der Liestaler Radballer aus Liestal mit Ziel Duggingen. Dort holten wir unseren fahrenden Untersatz, ein grosses Wohnmobil, ab. Um 17:45 Uhr dann ging es endlich auf die lange Reise in Richtung Nordosten. Zuerst fuhren wir über Basel nach Karlsruhe und nach Heilbronn. Dort legten wir nach 300 Kilometer die erste Rast ein bevor es weiter nach Nürnberg ging. Dort trennten sich die Wege für eine Nacht, da die Insassen des einten Busses noch einen Abstecher ins Nachtleben der Metropole wagen wollte. Die anderen genossen die kurze Nacht zwischen 40-Tönnern auf einem kleinen Rastplatz an der, auch in der Nacht, stark befahrenen Autobahn.

Freitag, 24. November 2006, 08:30 Uhr.
Wir fuhren weiter um die restlichen 250 Kilometer noch rasch hinter uns zu bringen. Dazu trafen wir uns auf dem ersten grossen Rastplatz zu Kaffe und Kuchen. Danach fuhren wir auf der 3-spurigen Autobahn mitten durch das riesige Deutschland in Richtung Osten. Die Reise wurde nun da es Tag war, einiges interessanter und wir sahen auch die zum Teil beeindruckende Landschaft. So kamen wir dann, die einten mit mehr, die anderen mit weniger Schlaf zur Mittagszeit vor der Messehalle in Chemnitz an.


Beeindruckende Fahrt mit einer sich teilenden Autobahn
Beeindruckende Fahrt mit einer sich teilenden Autobahn

Nachdem wir das letzte noch mitgebrachte Bier getrunken hatten gingen wir dann endlich in die Messehalle um unsere Plätze zu suchen. Damit wir sie später auch unter erschwerten Bedingungen finden konnten. Nachdem wir unsere Plätze, sie waren leider um einiges schlechter als im letzten Jahr, gefunden hatten, mussten wir uns natürlich zuerst ein Ossi-Bier genehmigen. Es war gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich ja an alles… Danach schauten wir uns einige Partien der Gruppe B an. Wir stellten zu wiederholten Male fest, dass wir in diesen Gruppen bei den meisten Mannschaften auch mithalten könnten, nur haben wir dazu die falsche Nationalität. Nach den Spielen machten Andry, Lukas Berchtold und Mathias noch einen Ausflug nach Chemnitz. Eigentlich wollten sie in einen Baumarkt oder einen Fanshop um eine „Trötte“ zu kaufen, landeten jedoch inmitten von Plattenbauten, die sich über Kilometer hinwegstreckten. Als wir mit der Strassenbahn dorthin fuhren und unser reines Baselbieterdeutsch zum Besten gaben wurden wir wie Aussätzige angeschaut. Ich glaube die haben in Chemnitz noch nie Schweizerdeutsch gehört. Auf jeden Fall war es ein lustiges Erlebnis.


Ausflug in den Baumarkt die spinnen die Schweizer
Ausflug in den Baumarkt die spinnen die Schweizer

Nach der Pause um 18:00 Uhr ging es dann mit der grossen Eröffnungsfeier weiter und sie war beeindruckend. Die Grösse der Halle, die über 5000 Zuschauer und die vielen Sportler aus über 20 Nationen. Danach begannen die ersten Spiele der Gruppe A und als die Deutsche Mannschaft das erste Mal in den Hexenkessel einfuhr war der Lärm Ohrenbetäubend! Als danach die Schweizer auf das Spielfeld kamen, zeigten der über 400 Mann starke Schweizer Fanblock, was sie alles drauf hatten. Ein rot-weisses Fahnen und T-Shirt Meer. Begleitet von 6 Treichlern, die mit ihren Glocken einen ebenso riesen Lärm verursachten!


Einmarsch der Delegationen zur Eröffnungsfeier
Einmarsch der Delegationen zur Eröffnungsfeier

Nach den Spielen und dem Abschluss mit den Kunstradfahrern ging es dann sofort in das grosse Festzelt. Dort gab es Schaukelmusik und reichlich Bier. Endlich wieder WM!!! Man sieht all die Leute, die man seit dem letzten Jahr nicht mehr gesehen hatte und festet was das Zeug hält. Die Stimmung in dem all zu kleinen Festzelt war aber super und als dann um ca. 01:00 noch eine Gruppe leicht bekleideter Damen die Tanzfläche betrat war die Stimmung natürlich auf dem Höhepunkt.

Samstag, 25. November 2006, 09:30 Uhr
ging es mit den ersten Radballspielen weiter. So waren wir dann auch schon das erste Mal am Kaffestand gewesen. Es gab wirklich guten Kaffe und er tat gut! Gegen 12:00 Uhr, als alle wieder fit waren, stand dann der obligate Besuch der Stadt an. Wir fuhren alle mit dem einten Wohnmobil in die Altstadt. Die Fahrt und der Fussmarsch in Richtung Innerstadt war schon ein Erlebnis für sich. Man merkt, dass es in der 246000 Menschen grossen Metropole eine Arbeitslosenquote von 18% gibt. Viele Strassenzüge waren sehr verfallen und die Leute lebten in einfachsten Verhältnissen. Als wir auf dem Rückweg eine kleine Beiz ausserhalb der Innenstadt suchen wollten, fuhren wir einen halbe Stunde durch die diversen Bezirke und fanden nichts! Die Altstadt jedoch war sehr sauber und alles neu und wir tätigten dort einige Einkäufe und genossen den Nachmittag.


Bewohntes Haus...
Bewohntes Haus...

Danach ging es zurück in die Messe um die Nachmittagsspiele zu sehen. Am Abend standen dann noch einmal tolle Spiele vor vollem Haus an und die Stimmung war entsprechend super!!!


Ausflug in der Innenstadt (v.l.n.r. Andry, Dani, Lukas, Martin, Peter und Luki)
Ausflug in der Innenstadt (v.l.n.r. Andry, Dani, Lukas, Martin, Peter und Luki)

Anschliessend trafen sich alle wieder im Festzelt wo die Nacht wiederum lang wurde und die grosse Party abging. Man lernte wieder neue Leute kennen und verabredete sich für die nächste WM, die in Winterthur stattfindet, wiederum im Festzelt.

Sonntag, 26. November 2006, 09:00 Uhr
begannen die letzten Qualifikationsspiel der Radball Gruppe A. Daher waren wir nach einer etwas kurzen Nacht schon wieder auf unseren Plätzen und unterstützen die Schweizer und die französische Mannschaft. Die Franzosen spielen jedes Jahr bei uns in Liestal und wir bei ihnen in Strassbourg und daher hat sich über die Jahre eine grosse Freundschaft entwickelt. Vor dem Mittag kamen den die entscheidenden Spiele an die Reihe. Dort verlor die CH-er Mannschaft gegen die Gegner aus Tschechien und schied damit aus. Obwohl sie zur Pause 4:1 führten und an einer WM gibt man einen solchen Vorsprung nicht mehr ab, gingen sie plötzlich ein und verloren noch mit 4:5.


Qualifikation der deutschen Mannschaft
Qualifikation der deutschen Mannschaft

Die Deutsche Mannschaft qualifizierte sich auch für den Final und so spielten sie dann dort um ca. 17:00 Uhr gegen die starken Tschechen. Dieser Final war äusserst einseitig und die Deutschen gewannen ihn auch hoch. Somit gab es im Radball wiederum keine Medaille für die CH und wir konnten uns „nur“ über zwei Bronzene der Kunstradfahrerinnen freuen. Anschliessen trafen wir uns bei den Wohnmobilen und fuhren um ca. 18:15 Uhr wieder in unsere Richtung. Diesmal lief es einiges besser als auf der Hinreise. Dies obwohl der Verkehr auf der Autobahn am Sonntagabend an den Verkehr bei uns zu den besten Stosszeiten erinnerte. In Deutschland darf man halt auch mit den Lastwagen am Wochenende fahren.


Rast auf einem Autohof
Rast auf einem Autohof

Montag, 27. November 2006, ca. 02:00 Uhr
trafen wir dann nach über 7 Stunden Fahrt in Basel ein, wo wir uns am Badischen Bahnhof verabschiedeten. Alle waren froh, dass sie wider in einem richtigen Bett schlafen dürfen, aber es war auch grosser Wehmut an die erlebten vier Tage dabei. Es waren wiederum super tolle Erlebnisse, die wir hatten und schweisst uns alle noch mehr zusammen. Die Tickets für die nächste WM liegen auf jeden Fall schon bereit und die Vorfreude ist doch sowieso die schönste Freude! Winterthur wir kommen!!!

Unsere Sponsoren

Rudolf Wirz AG

Radag AG
RC Birsfelden

swiss longdistance racers

Dies ist das Rennteam unseres Radballkollegen Peter Bossard www.longdistanceracers.ch


Dienstmädchen in Bolivien

Informationen über das Projekt
Dienstmädchen in Bolivien
bei dem unser Radballkollege
Leo Moser aktiv mitarbeitet.


RSS-Feed

RSS-Feed Icon Die aktuellen Mitteilungen
Hilfe Icon Was ist ein RSS-Feed?


RSS Verzeichnis auf rss-nachrichten.de
RSS Newsfeeds Verzeichnis RSS-Scout - suchen und finden



Get Adobe Reader